Rasenneuanlage
Rasen: Bodenvorbereitung
Geschrieben von: Sabrina
Vor einer Rasen-Neuanlage sollte man vorher verschiedene Punkte beachten:
- Welchen Verwendungszweck soll er haben?
- Werden Kinder darauf spielen?
- Ist die Rasenfläche hohen Belastungen ausgesetzt?
- Wird auf dem Rasen Sport getrieben?
- Wie viel Zeit und Geld soll in die Rasenpflege investiert werden?
- Welche Art von Rasen?
Arbeitsschritte:
Der Boden sollte bei den folgenden Arbeitsschritten trocken sein.
1. Den Boden erstmals mit einem Spaten etwa spatentief auflockern.
2. Alle Steine, Wurzeln und Unkraut sollte aus dem aufgelockerten Boden entfernt werden.
3. Alle Erdklumpen werden mit Hilfe einer Rasenwalze sorgfältig zerkleinert, da sonst Boden Unebenheiten entstehen können. Ein dichter Rasen braucht ein festes und ebenes Saatbeet.
4. Wasseransammlungen und für einen verdichteten Boden sind Dränagen notwendig.
5. Generell sollten alle Senken und Bodenwellen mit Mutterboden aufgefüllt werden. Nach abtragen von Erhebungen, sollte überprüft werden, ob das Saatbeet noch aus mind. 16 cm Mutterboden besteht. Damit die Gräser gute Wachstumsbedingungen antreffen
6. Als nächstes recht man über das gesamte Saatbeet, dabei entfernt man immer wieder alle Steine, Wurzeln und Unkraut.
7. Jetzt sollte die Fläche feucht gehalten werden, sodass keimende Wildkräuter ans Tageslicht gelangen.
8. Die Bodenvorbereitungen sind nun abgeschlossen. Jetzt muss sich der Boden erst mal setzen.
9. Später sollten dann alle Wildkräuter ausgezupft werden um die Rasensaat nicht zu behindern.
10. Ca. 2 - 2 ½ Wochen später wird das Saatbeet mit einer Rasenwalze gefestigt.
11. Anschließend recht man noch einmal über das Beet und tritt es fest. Dieses mal im rechten Winkel zum vorhergegangenen Arbeitsschritt. Dies wird so oft wiederholt, bis es keine weicheren Stellen mehr gibt und die Fläche ebenmäßig ist. Die obere Erdschicht sollte leicht bröselig sein.
Das Saatgut bzw. Verlegen erfolgt etwa eine Woche später.
12. Das Säen des Saatguts sollte an einem trockenen Tag erfolgen. Die Erde sollte feucht sein und die obere bröselige Erdschicht abgetrocknet sein. Das Beet muss ganz glatt und eben sein (keine Erdklumpen oder Unebenheiten).
13. Das Saatgut sollte z.B. mit Sägespänen vermengt werden, um eine Absonderung der Grassamen zu vermeiden. Zum Säen genügt eine Handvoll Grassamen pro qm² oder man verwendet einen Streuwagen, den man kaufen oder leihen kann.
Um Lücken zu vermeiden, kann man mit Hilfe von Schnüren über die gesamte Fläche Bahnen mit etwa 1 m breite abstecken und dann mit dem Streuwagen oder der Hand bestreuen.
14. Dann recht man das Saatgut bzw. Grassamen mit einem Rechen ca. 0,5 – 1 cm tief in die Erde ein.
15. Anschließend wird die aufgeraute Fläche mit einer Rasenwalze wieder leicht angedrückt.
Um Vögel von der frisch gesäten Fläche abzuhalten, ist es ratsam, dass eine Vogelscheuche etc. aufgestellt wird. Sodass die Vögel das Saatgut nicht durcheinander werfen.
Das Keimen des Saatguts dauert ca. 1 ½ - 3 Wochen. Dieses ist von der Bodentemperatur abhängig.
Ein gelber Schimmer auf der keimenden Saat ist ein Zeichen von Wassermangel. Dann sollte mit einer feinen Düse leicht bewässert werden. Achtung keinen Platzregen! Auch auf die Nährstoffversorgung sollte bei der aufgelaufenen Saat geachtet werden.
Ab einer Höhe von 4 – 4 ½ cm kann die Rasenfläche betreten werden. Nun beginnt die Zeit des Wildkrauts jäten und das aufsammeln von Schnecken. Um das Wachstum des Rasens zu fördern, walzt man leicht über die Fläche.
Der erste Schnitt erfolgt bei einer Grashalmhöhe von ca. 5-8 cm. Der zweite Schnitt erfolgt 14 Tage später. Anschließend kann um das Wachstum anzuregen, wöchentlich gemäht werden.
Tipp: Es ist ratsam einen neuen Rasen nicht kürzer als 4 cm abzumähen. Die Rasenfläche sollte auch das kommende Jahr über geschont werden.
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