Rasenmähen
Rasenmäher - welcher ist passend für mich?
Geschrieben von: martin
Etwa alle 15 Jahre steht der Kauf eines neuen Rasenmähers an. Der Kauf will also wohl überlegt sein. Hat man doch die nächsten 15 Jahre seine Freude oder Ärger damit. Doch wer sich alle paar Jahrzehnte einen neuen Rasenmäher anschafft, steht meist vor der Qual der Wahl. Es scheint beinahe mehr Mäher-Typen am Markt zu gehen, als überhaupt Rasenmäher verkauft werden. Duzende Hersteller mit duzend Modellen. Was brauche ich wirklich? Gut, der Mäher soll den Rasen halt mähen! Aber hier beginnen schon die Fragen.
Wie groß ist mein Rasen?
Es gibt i.d.R. Rasenmäher zwischen 30 bis 60 cm Schnittbreite. Damit lassen sich, in einem vertretbaren Zeitaufwand Grundstück bis 2000 qm Mähen. Bei 2000 qm ist der Zeitaufwand jedoch schon relativ hoch und man sollte sich vielleicht doch über die Anschaffung eines Rasentraktors bzw. Aufsitzmähers Gedanken machen. Je breiter das Mähwerk ist, desto schnelller geht es natürlich. Folgende Mähzeiten kann man, ausgehend von einer 100 qm Fläche, bei unterschiedlich breiten Mähwerken hochrechnen.
33 cm Schnittbreite: 10 Minuten
37 cm Schnittbreite: 8,5 Minuten
42 cm Schnittbreite: 7 Minuten
47 cm Schnittbreite: 6 Minuten
53 cm Schnittbreite: 4 Minuten
Je größer Ihr Rasen also ist, desto größer sollte das Mähwerk sein. Bei 2000 qm auf jeden Fall über 50 cm. Darüber hinaus ist ein Rasentraktor durchaus sinnvoll
Heckauswurf, Seitenauswuf, Mulcher?
In der Regel mäht man per Heckauswurf. Das Schnittgut wird dabei in einem Fangsack gesammelt und muss anschließend entsorgt werden. Da bei sehr großen Flächen der Fangkorb öfters voll wird, bietet sich hier auch ein Seitenauswurf-Mäher ohne Fangkorb an, bei dem man anschließend das Schnittgut in einem Arbeitsgang manuell einsammelt. Dies geht selbstverständlich auch bei einem Heckauswurf-Mäher, mit ausgehängtem Fangkorb. Dieser sollte aber über einen Deflektor verfügen, sodass das Gras nicht wild umhergewirbelt, sondern in Linien abgelegt wird. Das Einsammeln ist in jedem Fall angebracht, da das grobe Schnittgut nur schlecht verrottet und den darunter liegenden Rasen "tötet". Wer jedoch das gemähte Gras als Dünger wiederverwenden möchte, sollte hier unbedingt einen Mulcher bzw Mulch-Mäher einsetzen. Er wirft das Gras nicht einfach nur aus, sondern zerstückelt es in feinste Teile. Viele Rasenmäher mit Heck- oder Seitenauswurf besitzen eine optionale Mulchfunktion bzw ein Mulch-Kit. Hierauf sollten sie vor dem Kauf achten!
Welcher Antrieb?
Grundsätzlich gibt es Rasenmäher mit Benzin und Elektro-Antrieb. Seit einigen Jahren auch Akku-Rasenmäher. Elektromäher sind extrem günstig - sie eigenen sich aber nur für sehr kleine Rasenfächen, da sie kabelgebunden sind. Das unhandliche Kabel ist für die meisten Benutzer dann auch das entscheidende Kriterium von einem Elektromäher abzusehen. Man ist in seiner Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt. Und man sollte es natürlich in jedem Fall vermeiden mit den Mähmessern über das Kabel zu fahren. Anders als bei z.B. Staubsaugern könnte das unschöne Folgen haben. Aufgrund der geringen Reichweite von Elektro-Mähern sind Sie auch nur sehr klein ausgelegt. Uns sind derzeit keine Elektromäher mit 50 cm Schnittbreite bekannt.
Der Klassiker der Benzinrasenmäher. Man kommt damit, ohne Kabel, auch in die hintersten Winkel des Gartens. Er ist bekanntermaßen nicht sehr leise und benötigt einiges an Wartung (Ölwechsel etc). Deshalb ist man auch gut beraten, ihn bei einer Fachwerkstatt zu kaufen. Beim Discounter bekommen Sie kaum Wartungsdienstlungen... nach 10 Jahren allemal nicht mehr. Es gib Benzinmäher mit Radantrieb und ohne. Der Vorteil des Radantriebs macht sich vor allem in unebenem Gelände bemerkbar. Darüber hinaus gibt es manche Benzin-Mäher mit Elektrostarter. Dies ist zwar ein relativ seltenes Feature, es erspart einem jedoch das lästige Anlassen per Motor-Zugleine.
Neu auf dem Markt sind seit einigen Jahren Akku-Rasemäher. Der Akkumäher verbindet die Vorteile des Elektromähers (leise, wartungsarm und abgasfrei), mit den Vorteilen des Benzin-Rasenmähers (nicht kabelgebunden). Nachteil der neuen Mäher ist, dass sie mit einer Akkuladung kaum mehr als 400 qm schaffen. Wer größere Flächen mäht benötigt in jedem Fall eienn zweiten oder dritten Akku-pack, wenn er nicht warten möchte, biss der "verbrauchte" Akku wieder geladen ist. Lithium-Ionen-Akkus sind jedoch recht teuer. Dies ist auch der Grund, weshalb diese Mäher, anders als Ihre Elektro- Verwandten, im oberen Preissegment angesiedelt sind. Man geht bei normalen Litium-Akkus von maximal 1000 Ladezyklen aus. Bei 50 mal Mähen im Jahr entspräche dies jedoch einer Lebensdauer von stattlichen 20 Jahren.
Welche Schnittechnik?
Das rotierende Messer hat sich als verbreitetste Mähtechnik bei Rasennähern durchgesetzt. Fast alle Rasenmäher arbeiten so. Das Messer hat hierbei auch wichtige aerodynamische Funktionen: Es transportiert das Gras wie ein Propeller in den Fankorb. Man kann diesen Sog bei vielen Rasennähern auch nutzen, um im Herbst z.B. Laub aufzusaugen. Eine weniger bekannte und fast ausgestorbene Mähtechnik ist die des Spindelrasenmähers. Hierbei rotiert eine Walze, wie man sie von alten Handmähern kennt und sichelt das Gras nicht ab, sondern schneidet es nach dem Scheren-Prinzip schonend. Ein weiteres Merkmal ist, das Sie meist eine Rolle besitzen, die das Gras in Fahrtrichtung legt. So entstehen die bekannten Rasenmuster. Bei Rasenmähern mit rotierendem Sichelmesser ist hierfür meist eine zusätzlich angebrachte Walze erfoderlich. Ein weiterer Vorteil von Spindelmähern ist auch, das das Gras sehr tief geschnitten werden kann. Dieser Vorteil macht sich jedoch allenfalls bei sehr niedrigem und dichten Golfrasen bemerkbar.
Manuelles Mähen oder automatisches Mähen per Roboter?
Klassicherweise läuft man hinter seinem Rasenmäher her. Dies ist eine besinnliche Tätigkeit und viele Gartenbesitzer mögen das. Ist es doch fast so meditativ wie Angeln - wäre da nicht der Lärm ;-). Die zweite Methode ist, dass man sich auf seinen Rasenmäher setzt. Ein Aufsitzmäher oder Rasentraktor bringt Fahrspaß - und er ist als Arbeitsmaschine zu weit mehr zu gebrauchen, als zum bloßen Rasenmähen. Sie können ihn im Winter z.B. zum Schneeräumen einsetzen. Wem das alles jedoch nicht zusagt und wer einfach nur einen gemähten rasen haben möchte, der kann sich den Rasen mähen lassen. Nämlich von einem Rasenroboter. Zu Preisen ab 1000 Euro sind seit einigen Jahren entsprechende Geräte am Markt. Die Technik ist weitgehend ausgreift und sorgt für einen stets perfekt gemähten Rasen. Wer nicht selbst rasen mähen mag und die Kosten nicht scheut, für den ist ein Rasenmäher-Robter eine echte Alternative .
Fazit
Alles in allem ist festzuhalten: Ein Rasenmäher ist im allgemeinen ein Anschaffung für weit über 10 Jahre. Es ist nicht damit getan, dass er die nächsten 2 Jahr seinen Dienst tut - sondern Sie benötigen darüber hinaus auch noch Wartung und Ersatzteil-Sicherheit. Bei einem Benzinmäher sind Sie in jedem Fall mit dem Kauf bei einer Rasenmäher Fach-Werkstatt gut beraten. Bei Akkumähern müssen Sie darauf achten, dass Sie auch noch in einigen Jahren passende Akku-Packs nachkaufen können. Mit einem Mäher einer bekannten Marke sind Sie hier eher auf der sicheren Seite, als mit einem No-Name Produkt.
Tags: Rasenmäher Mulcher Heckauswurf Seitenauswurf Roboter Akkurasenmäher Akkumäher Rasentraktor Aufsitzmäher
Akku-Rasenmäher: Die Kombination der Vorteile eines problemlosen Elektomähers mit einem unabhängigen Benzin-Mäher
Geschrieben von: martin
Im Augenblick kommen immer mehr Hersteller mit Akku-betriebenen Gartengeräten auf den Markt. So hat zur Saison 2012 beinahe jeder Hersteller einen Akku-Rasenmäher im Angebot. Was ist von solchen Akku-Mähern zu halten?
Grundsätzlich gibt es beim heutigen Stand der Technik eigentlich nichts, was gegen einen Akku-Rasenmäher spricht. Außer vielleicht dem Preis der Akkus. Wir alle kennen Akku-Geräte wie Bohrer oder Gabelstabler die problemlos (und kraftvoll) ihren Dienst verrichten. Die besondere Starke von Elektromotoren liegt in ihrem enormen Drehmoment und der Tatsache, dass Elektromaschinen ohne Getriebe auskommen. Auch beim Rasenmäher ist das so, wenngleich hier das Drehmoment kein entscheidendes Kriterium ist. Vielmehr der leisere und abgasfreie Betrieb.
Der Akkumäher vereint viele Vorteile: Er ist leicht zu starten wie ein Elektro-Rasenmäher, leise und abgasfrei. Auch müssen Sie sich nicht die Finger mit Öl und Benzin schmutzig machen. Umweltfreudlich wird er aber insbesondere dadurch, dass die Akkus regenerativem Strom aus Solar- oder Wind-Energie als Speicher-Medium dienen können. Die austauschbaren Akku-Packs weisen zwar eine begrenzte Lebensdauer auf (schätzungsweise 1000 Lade-Zyklen), doch ist der Rest der Technik praktisch wartungsfrei. Ausser dem Schleifen des Rasenmäher-Messers beim Fachmann fallen hier kaum Service-Arbeiten an. Auch ein alter Batterie-Satz lässt sich mit einem Handgriff austauschen. Und im Gegensatz zum Elektromäher ist er frei von lästigen Kabeln. Sie mähen Ihren Rasen mit einem Akku-Rasenmäher also quasi genau so wie mit Ihrem gewohnten Benzin-Mäher. Nur ohne dessen laute und emissionsreiche Nachteile.
Bei der Anschaffung eines Akku-Mähers sollten Sie aber beachten wie viel Leistung der Akku bringt - bzw. welche Fläche Sie Mähen wollen. Auch sollte der Akkurasenmäher über ein gängiges Wechsel-Akku-System verfügen. Sie können den Batterie-Mäher im Bedarfsfall zwar nicht schnell mal nachtanken wie Ihren Benzin-Rasenmäher, doch nichts spricht dagegen, sich einen oder zwei Reserve-Akkus zuzulegen. Damit sind Sie jeder Situation gewachsen. Sollte Ihre Rasenfläche für eine einzige Ladung tatsächlich zu groß sein (wovon im Normalfall nicht auszugehen ist), dann können Sie mit einem zweiten Akku-Pack und wenigen Handgriffen sofort wieder weiterarbeiten.
Als Faustregel für die Anschaffung eines Akku-Rasenmähers können Sie die Zeit nehmen, die Sie mit Ihrem alten Mäher zum Rasenmähen benötigen und dann vergleichen, wie lange ein Batterie-Rasenmäher nach Hersteller-Angeben mit einem bestimmten Akku-Pack arbeitet. Wenn Sie die Qudratmeter-Zahl Ihres Rasens wissen, dann können Sie hier natürlich auch die empfohlene Flächenleistung eines bestimmten Rasemähers mit der Größe Ihres Rasens vergleichen. 200 - 250 qm Rasen pro Akku-Pack bzw. Akku-Ladung sind heute kein Problem mehr.
Grundsätzlich gilt: Je größer der Rasen, desto teuerer die Akkus. Wer seine Rasenfläche genau kennt und keinen Wert auf große Leistungsreserven legt, kann hier deutlich sparen. Und wer dann feststellt, dass er doch mehr Leistung braucht, der kauft einfach noch einen Wechsel-Akku dazu.
Benutzen Sie die Kommentar-Funktion am Ende dieses Aktikels. Wür würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre Erfahrungen mit einem Akku-Rasenmäher mitteilen!
Sie finden eine Auswahl an Akku-Rasenmäher z.B. im IRMS- Shop - oder bei einem Rasenmäher Spezialist in Ihrer Nähe. Der kann Sie dann auch beraten, welche Leistung und welche Funktionen (Mulchen, Seitenauswurf, Heckauswurf oder automatischer Rasenmäher-Roboter) für Ihre Bedürfnisse am günstigsten sind.
Tags: akku rasenmäher Batterie mäher
Was ist Mulchen bzw. Recycling- oder ökologisches Mähen?
Geschrieben von: martin
Es gibt im wesentlichen 2 verbreitete Methoden den Rasen zu mähen bzw. mit dem anfallenden Rasenschnitt umzugehen
- Gras-Auswurf - entweder direkt oder in einen Fangsack. Das Gras muss dabei in jedem Fall abtransportiert werden
- Das Gras wird beim mähen fein gehäckselt und bleibt liegen. Hier bei spricht man von mulchen oder Recycling-Mähen
Vorteile des Mulchens
Das Mulchen hat, wie wir sehen, erst mal den Vorteil, dass man das Gras nicht entsorgen bzw. abtransportieren muss. Im wesentlichen funktioniert mulchen so, dass der Auswurfkanal im Mähwerk geschlossen wird (oder der Rasenmäher gar keine Auswurfkanal hat). Das gemähte Gras wird dann, wie in einem Mixer, so lange verwirbelt bis es in winzige Stücke zerhäckselt oder zerfaserst ist und irgendwann verteilt zu Boden fällt. Dort bleibt es liegen und zersetzt sich. Das gemulchte Gras verteilt sich hierbei besser als lange Halme und zerfällt sehr viel schneller.
Außer der Tatsache, das nicht Berge von Grasschnitt anfallen, für die man meist keine wirkliche Verwendung hat, bietet der sehr fein gehäckselte Rasenschnitt aber auch den Vorteil, dass hierdurch eine natürliche Düngung stattfindet. Das Gras enthält viele wichtig Nährstoffe die der Rasen zum wachsen braucht. Man spricht deshalb beim Mulchen auch oft von recycling- oder ökologischem mähen. Man spart hiermit oftmals erhebliche Mengen an Kunstdünger. Ein Überdüngen ist beim mulchen auch nicht möglich, da die durch den Rasenschnitt zurückgeführten Nähstoffmengen dem Optimum des Nährstoffbedarfs der nachwachsenden Pflanzen entsprechen!
Ein dritter Vorteil ist, dass durch den feinen Mulch die Grasnarbe bzw. der Boden bei starker Sonneneinstrahlung und Wind besser vor dem Austrocknen geschützt wird. Die Wurzeln bleiben kühl und feucht und der Rasen muss weniger bewässert werden. Zu häufig wässern, bei geringen Wassermengen, ist ohnehin der Tod jedes Rasens. Ein bis maximal zwei mal pro Woche richtig gut durchwässern reicht. Dann aber bitte nicht kleckern sondern klotzen.
Mulchen führt i.d.R. insgesamt zu einer besseren Rasenqualität. Durch das bessere Rasenwachstum kann beim Mulchen darüber hinaus Rasenfiilz, Vermoosung und der Wuchs von Unkraut eingedämmt werden. Gutes Rasenwachstum ist der beste Schutz vor unerwünschten Pflanzen - der optimal versorgte Rasen lässt Unkräutern wenig Platz zum wachsen.
Wann sollte nicht gemulcht werden?
Grundsätzlich sollte in feuchten Regionen bzw. Wetterperioden weniger gemulcht werden. Das herunterfallende Gras kann sich bei zu feuchter Witterung nicht optimal zersetzen. Auch bei zu hohem Rasen sollte man auf mulchen verzichten oder langsam und schrittweise herunter mähen. Es würde sonst zu viel Mulch auf einmal anfallen. Wichtig ist, dass die frische Mulchschicht nicht dicker als 2 cm sein sollte. Besser ist häufiger zu mähen, sodass bei jedem Schnitt nur relativ wenig Mulch entsteht.
Grundsätzlich gilt ohnehin: Die beste und natürlichste Rasenpflege ist häufiges Mähen (auf 3,5 - 5 cm). Das Gras wächst somit dichter, da Licht und Luft auch an niedrige Halme kommen. Und das Unkraut kann bei häufigem mähen auch weniger wuchern. Das Ergebnis ist auf Dauer ein perfekter und natürlicher englischer Rasen.
Mulchmäher oder klassischer Auswurf-Mäher?
Wer sich nicht sicher ist, sollte sich einen Heckauswurfmäher kaufen, der im Bedarfsfall (z.b. in den warmen Sommer-Monaten) auf Mulchbetrieb umgestellt werden kann.
Die derzeit verfügbaren Rasenroboter bzw. Automower sind übrigens i.d.R. immer Mulcher. Sie besitzen keinen Fangkorb. Hier zahlt sich aber der Vorteil aus, das der Roboter beliebig oft den Rasen mäht. Es werden so bei jedem Schnitt quasi nur die Spitzen gemäht, dadurch fällt bei jedem Mähgang relativ wenig Rasenschnitt an. Diese Art des mulchens ist somit eine der umweltfreundlichsten und bequemsten Methoden zu einem dichten, perfekten und gesunden Rasen zu kommen.....
Tags: mulch mulchen mulchmähen rasen recycling ökologisch mähen

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Rasenroboter: Der immer perfekt gemähte Rasen
Geschrieben von: martin
Neuerdings sieht man auf immer mehr Rasenflächen kleine Mäher bei der Arbeit, die wie ferngesteuertes Spielzeug aussehen. Spielzeug ist das aber nicht - es handelt sich hierbei um eine hochentwickelte Mähtechnologie. Diese Rasenroboter mähen den Rasen selbständig alle paar Tage - egal ob der Besitzer da ist oder nicht. Rasen-Roboter liegen im Trend! Waren es 2009 noch rund 20.000 automatische Mäh-Roboter, die auf deutschen Grünflächen Ihre Runden zogen, so waren es 2011 schon 42.000 (bei etwa 5 Millionen konventionellen Rasenmähern).
Viele Rasenbesitzer lieben Ihren Rasen und sie hassen - mit unter - das Mähen. Rund 46% aller Rasenbesitzer sind "Mäh-Muffel". Sie würden lieber Zeit mit Familie und Freunden verbringen, ihren Hobbys nachgehen oder andere wichtige Arbeiten verrichten, als den Rasen zu mähen. Rasenroboter nehmen ihnen hier die Arbeit ab. Die Technik ist inzwischen so ausgreift und zuverlässig, dass dies problemlos funktioniert. Technische Kenntnisse sind nicht erforderlich.
Man unterscheidet im wesentlichen 3 Techniken der Steuerung:
- Rasenroboter deren Arbeitsbereich durch eine eingegrabene Induktionsschleife begrenzt wird
- Rasenroboter, die anhand von Sensoren die Grasfläche erkennen und mit Stoßkontakten arbeiten - diese sind völlig autonom.
- Rasenroboter mit Induktionsschleifen und GPS-Navigation (manchmal auch mit SMS Alarmfunktion und ähnlichem)
Die Mähtechnik ist sich hierbei meistens gleich. Rasen-Mähroboter werden umweltfreundlich und geräuscharm per Elektromotor betrieben. Der Akku reicht hierbei meist für mehrere hundert Quadratmeter Rasenfläche. Neigt sich die Akkuleistung dem Ende, findet der Rasenmäher-Roboter selbständig wieder zur Ladestation zurück.
Rasenroboter besitzen i.d.R keinen Fangsack für Gras. D.h. sie arbeiten als Mulcher. Die Grasspitzen fallen zu Boden und führen der Erde so wieder wichtige Nährstoffe zu. Ausserdem schützt das Mulch-Mähen den Boden bei starker Sonnen-Einstrahlung vor dem Austrocknen. Optimale Ergebnisse erzielt man beim Mulch-Mähen allerdings nur in nicht allzu feuchten Wetter-Perioden. In zu feuchten Klimaregionen ist vom Mulchen als ausschließlicher Mähmethode eher abzuraten.
Sehr hoch gewachsenes Gras eignet sich zum Mulchen meist weniger. Es muss beim Mulchen (auch ökologisches Mähen genannt) öfter gemäht werden. Für den Rasenroboter aber kein Problem. Häufiges Mähen ist seine Parade-Disziplin! Grundsätzlich rät Ihnen jeder Fachmann zu häufigem Mähen - der Rasen wird gesünder und dichter. Nebeneffekt des häufigen mähens ist, dass sich Maulwürfe bei der ständigen Aktivität an der Grasoberfläche nicht selten unwohl fühlen. Sie werden sanft bewogen sich wo anders an zu siedeln. Ganz ökologisch, kostengünstig und nachhaltig....
Wartung und Instandhaltung eines Rasen- bzw. Mähroboters sind meist unproblematisch. Der Rasenroboter ist wartungs- und verschleißarm. Die Elektromotoren sind i.d.R. weitgehend wartungsfrei und benötigen natürlich weder Ölwechsel noch Zündkerzen oder gar Kühlwasser und Getriebetechnik. Ebenso verschleißfrei ist die Elektronik. Trotzdem sollten Sie einige Punkte beachten:
- Das wesentlichste Verschleißteil ist (wie bei jedem Akku-Rasenmäher) der Akku. Er kann nicht unbegrenzt oft geladen werden. Man spricht bei Hochleistungs-Akkus oft von etwa 1000 Ladungen. Danach lässt seine Leistungsfähigkeit nach. Dies ist u.a. abhängig vom Akkutyp. Im Winter sollten der Akku bei vom Hersteller empfohlen Temperatur gelagert werden. Ebenso sollte ein für die Lagerung optimaler Ladezustand erhalten bleiben. Manche Gartengeräte-Spezialisten bieten auch einen Überwinterungsservice an, bei dem die Ladung und Temperatur der teuren Akkus überwacht wird
- Updates der Software können im Laufe der Zeit die Leistungsfähigkeit Ihres Gartenroboters erheblich steigern! Die Software wird bei aktuellen Modellreihen vom Hersteller ständig weiter entwickelt und um Funktionen ergänzt. Lassen Sie ein Software-Update am besten von Ihrem Gartengeräte Händler durchführen.
- Selbstverständlich hält das Rasenmäher-Messer Ihres Robo nicht ewig. Es wir irgendwann stumpf und die Maschine arbeitet nicht mehr effizient. Lassen Sie es regelmäßig schleifen oder erneuern Sie es nach Hersteller-Angaben
Während sich bei den kleinen Brüdern der Rasen- bzw. Garten-Roboter, nämlich den Staubsaug-Robotern, teilweise die Laservermessung als Orientierungshilfe durchsetzt, steht eine klare Orientierung im Raum bei Rasenrobotern meist noch aus. Dies zum einen, weil der Laser im Garten kaum ausreichend Reflektionspunkte für den Laser findet. Zum andern weil der Garten keine 2-dimensionale Fläche darstellt. Auch die Vermessung per zurückgelegter Wegstrecke ist derzeit bei den meisten Robotern noch nicht üblich. So fahren sie i.d.R. ihre Muster ab, bis kein Halm mehr steht.
Im großen und ganzen bietet ein Rasemäher-Roboter jedoch viele Vorteile. Deutschland ist, was diese Technik angeht, noch Entwicklungsland. Andernorts sind Rasenroboter weitaus verbreiteter. So werden im relativ kleinen Österreich jährlich etwa so viele Mähroboter verkauft wie in ganz Deutschland! Vielleicht lassen Sie sich bei der Neuanschaffung eines Rasenmähers ja einfach mal einen solchen Rasen-Roboter vorführen. Die Preise für Markengeräte (z.B. vom schwedischen Hersteller Husqvarna oder dem italienischen Roboter Spezialisten Ambrogio) liegen derzeit zwischen erschwinglichen 1000,- € für den privaten Garten und 14.000,- € für Profigeräte und sehr große Mähflächen. Die meisten Gartenbesitzer die bereits einen haben, wollen zumindest nicht mehr darauf verzichten....
Tags: rasenroboter mähroboter gartenroboter roboter rasen mähen akku rasenmäher robo
Rasen richtig mähen
Geschrieben von: Sabrina
Wer eine gesunde und dichte Rasenfläche haben möchte, sollte deshalb regelmäßig den Rasen mähen. Denn das mähen ist wichtig und trägt deutlich zur Gesundheit des Rasens bei.
Die optimale Schnitthöhe beträgt je nach Art des Rasen ca. 2 – 5 cm. Dabei sollte nicht unter 2 cm gemäht werden, da sonst die ganze Rasenfläche absterben könnte. Ein zu hoher Rasen fördert die Moosbildung und kann verfilzen.
Auch die Bodenfestigkeit lässt nach, da der Rasen keine Seitentriebe bilden kann. Deshalb sollte ein zu hoher Rasen (z.B. 10 cm hoch) nie auf einmal abgemäht werden. Lieber auf Nummer sicher gehen und die Rasenfläche auf zweimal mähen.
Tipp: Im ersten Durchgang auf ca. 7 cm runter und in der anderen Woche den Rest abmähen.
Die Fläche sollte in den Hauptwachszeiten von Mai bis Juni ein bis zweimal in der Woche gemäht werden. An heißeren Sommermonaten reicht einmal oder jede zweite Woche aus.
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